Karl Holzinger malend_1962

Karl Holzinger

* 28. November 1892 † 01. Juni 1981

Karl Holzinger war seiner Heimat Geislingen und der WMF, in der er über 50 Jahre lernte und arbeitete, eng verbunden. Als Designer schuf er viele Entwürfe für die patentierten Metallwaren, baute die neue Abteilung für Ikora-Metall mit auf und übernahm schließlich die Leitung der NKA, der neuen kunstgewerblichen Abteilung. Vor allem im Ruhestand entwickelte er sich als Grafiker und Maler zu einem wichtigen Chronisten seiner Heimatstadt. Mit immer wieder neuen Maltechniken, Strichführungen und Bildauffassungen hatte er bei zahlreichen Ausstellungen Erfolg.

 

Vita

  • 1892
  • Am 28. November als Sohn des Glasmalers Otto Friedrich Holzinger und seiner Ehefrau Anna Maria geboren in Geislingen an der Steige

  • 1899 - 1906
  • Volksschule und anschließend Besuch des Realgymnasiums in Geislingen

  • 1906 - 1911
  • Vierjährige Lehre als Modelleur in der WMF im Kunstatelier des Künstlers Albert Mayer und anschließend Tätigkeit als Modelleur im Kunstatelier der WMF

  • 1912 - 1913
  • Ausbildung auf der königlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart u.a. bei Prof. Paul Haustein (Metallklasse).

  • 1914
  • Rückkehr in die WMF

  • 1915 - 1919
  • Kriegseinsatz, Verwundung und anschließende englische Kriegsgefangenschaft

  • 1920
  • Wiedereintritt in die WMF und ab 1923 Beteiligung am Aufbau der neuen kunstgewerblichen Abteilung (NKA) unter Generaldirektor Hugo Debach, ab ca. 1927 Leitung der NKA. Er beeinflusst die künstlerische Entwicklung der Abteilung maßgeblich. Herausragende Arbeiten sind heute im Archiv der WMF erhalten.

  • 1922
  • Heirat von Anna geb. Binder

  • 1940 - 1941
  • Kriegseinsatz und anschließend wieder bei der WMF beschäftigt

  • 1946
  • Nach Auflösung der NKA Anfang der 50iger Jahre als Designer für Metallwaren und Besteck in der WMF beschäftigt und zeitweise Mitarbeit im Atelier von Prof. Wilhelm Wagenfeld. Während seiner letzten Jahre in der WMF wendet er sich mehr und mehr der Ölmalerei zu.

  • 1948 - 1979
  • Teilnahme an über 30 Ausstellungen in Geislingen und Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Kunst- und Geschichtsverein Geislingen e.V. und dem Ausstellerverband Künstlerbund Stuttgart e.V., in denen er Mitglied war.

  • 1950 - 1964
  • Anfang der 50er-Jahre lernte er den Göppinger Kunstmaler Helmut Baumann kennen, von dem er viele Anregungen erhielt. Beim regelmäßigen gemeinsamen Malen – auch mit weiteren Künstlern, die sich um Helmut Baumann geschart hatten – entstanden zahlreiche Ölgemälde. Ende der 50er und Anfang der 60er-Jahre führten ihn gemeinsame Reisen mit Helmut Baumann nach Italien, Südfrankreich, Spanien, Portugal und Marokko.

  • 1959
  • Eintritt in den Ruhestand im Alter von 67 Jahren.

  • 1960 - 1972
  • Parallel zur Malerei entstanden Zeichnungen in schwarz-weiß von Geislingen und Umgebung, von denen 127 in der Geislinger Zeitung veröffentlicht wurden. Zu seinem 80-sten Geburtstag im Jahr 1972 gaben seine Freunde eine Mappe mit 40 Zeichnungen von Geislingen und seinen Ortsteilen in limitierter Auflage von 250 Stück heraus.

  • 1972
  • Noch im hohen Alter von über 80 Jahren war seine Schaffenskraft ungebrochen. Es entstanden weitere 75 seiner insgesamt über 900 Ölgemälde, das Letzte nur etwa ein halbes Jahr vor seinem Tod im Jahr 1981 in Offenburg.

  • 1981
  • Gestorben am 1.Juni 1981 in Offenburg.

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Ausgewählte Arbeiten

Bowlengefäß_Nr.748, ca.1930, Bild_Heinz Scheiffele_WMF 1942-Familie Holzinger 1957-Fensterblick nach Südosten 1959-Stadtkirche Geislingen Kirchplatz 1960-Olivenhain Italien 1973-Malcesine 1960-Die-Treppe-WMF-Bild-710 1962-Chioggia-4-Segelschiffe-Bild-803 1970-Zwei-Baeume-abstrahiert-Bild Grafik-116-Friedhof-Heiligenaecker Grafik-21-Reiterleskapelle Grafik-99-Rosendohle Grafik-113-In-der-Kohlgasse

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