Egen Vinnai, Chimsee, o. J.,

Eugen Vinnai

* 19. Juni 1889 † 18. Juli 1961

Der Maler Eugen Vinnai stammte, wie er selbst häufig sagte, aus einer "alten Waldenserfamilie". Seine Biografie ist, bis auf wenige Daten, bislang schwer fassbar. Erhalten sind eine Reihe von Portraits, Blumenbilder und vor allem Landschaftsgemälde. Herausragend sind neben den Ölgemälden besonders die Aquarelle. Sie erscheinen impressiv, von leichter Hand gemalt und lichtdurchflutet.

Vita

  • 1889
  • Am 19.06. wird Eugen Immanuel Vinnai in Ötisheim-Schönenberg in eine "alte Waldenserfamilie" hineingeboren.
    Der Vater Andreas Matthäus Vinnai, geb. 24.11.1861 bekannt, war Schneider. Die Mutter Karoline Maria geb. Jäckle, geb. 8.11.1866. Er hatte drei Geschwister Lydia Ruth, Tebea Esther und Viktor Imanuel. 
    Besuch der Oberrealschule, vermutlich in Pforzheim.

    Aus seiner Jugend ist nur bekannt, dass er sich zunächst in der heimatlichen Landschaft zum Malen inspirieren ließ und Reisen nach Italien und England unternahm.

    Einen zweijährigen Studienaufenthalt verbrachte Vinnai in Paris, wo er an der privaten Akademie Colarossi studierte.

    Bekannt ist ein Briefwechsel mit der Frauenrechtlerin Hedwig Heyl (geborene Crüsemann; * 3. Mai 1850 in Bremen; † 23. Januar 1934 in Berlin), der unter dem Titel „Ströme der Liebe“ veröffentlicht wurde.

    Vermutlich lebte er einige Jahre in München. 

  • 1943
  • Eugen Vinnai lässt sich dauerhaft am Chiemsee nieder, wo er schon länger die Sommermonate verbracht hatte. 
    In den 40er Jahren heiratete er seine deutlich jüngere Frau Gisela, die aus Ettlingen stammte. 
    Eugen Vinnai wirkte als Prediger.

  • 1953
  • Vom 29. Oktober 1953 datierte ein Artikel in der Pforzheimer Zeitung, in dem folgendes zu lesen war:
    “Die heimatlichen Wiesen, Bäche, Bäume und Wälder des Aalkistensees hatten mit gedient, Vinnai zum Landschaftsmaler werden zu lassen.“ Diesem Portrait des Malers und Dichters ist ferner zu entnehmen, dass Vinnai seine Mutter besuchte, die hochbetagt, 87jährig, in geistiger Frische noch auf der Wilhelmshöhe, Bunsenstraße lebte. 

  • 1961
  • Am 18. Juli 1961 verunglückt Vinnai, anscheinend mit dem Motorroller tödlich. Laut Todesanzeige wurde er am 21. des selben Monats in Ettlingen, dem Geburtsort seiner Frau beigesetzt.

« zurück zur Übersicht

Ausgewählte Arbeiten

Eugen Vinnai, B Eugen Vinnai, Schiffe, o. J., Aquarell Eugen Vinnai, Heuernte, o. J. Aquarell Eugen Vinnai, Landschaft, o. J., Aquarell

ArtAndMemory

Schnell Kontaktformular

Newsletter

Immer aktuell informiert! Nutzen Sie die Vorteile unseres kostenlosen Newsletters.

Nach oben