Portraet_Becker

Bernhard Karl Becker

* 09. Februar 1899 † 29. März 1991

Bernhard Karl Becker – Humanist, Pazifist und Maler
Im Bestand der Pforzheimer Kunstsammlung befindet sich das eindrucksvolle Gemälde „Pforzheim, 23. Februar 1945“, das in annähernd abstrakten Chiffren die Zerstörung der Stadt ins Allgemeingültige erhebt. Bernhard Karl Becker (1899-1991) hat es 1954 gemalt. 
 

 


 

 

Vita

  • 1899
  • Am 9. Februar in Pforzheim geboren. Sein Vater war Emailmaler.

  • 1915 - 1917
  • Studium an der Kunstgewerbeschule Pforzheim bei Bert Joho und Adolf Hildenbrand absolviert wurde 1917 zum Kriegsdienst nach Frankreich eingezogen.

  • 1921
  • Erst im Jahre 1921 kann Becker seine Arbeit nach einer Kriegsverletzung in Frankreich wieder aufnehmen.

  • 1923
  • Verließ Becker Pforzheim um die Tätigkeit als Emailmaler aufzunehmen und war als Ausbilder in diesem Bereich 15 Monate in Rumänien tätig.

  • 1924 - 1929
  • Arbeitet Becker als Emailmaler in Mailand und studierte weiter in der Accademia di Brera, wo er die Maler Carlo Carrá und Giorgio di Chirico kennen lernte.

  • 1929
  • Wieder in Pforzheim angekommen war Becker weiterhin als Emailmaler tätig und nahm seine Ausbildung bei Adolf Hildenbrand wieder auf.

  • 1933 - 1937
  • Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933kam er für Wochen ins Gefängnis, weil er sich für zwei jüdische Mitschülerinnen eingesetzt hatte. Wegen Verteilens von Anti-Kriegs Flugblättern drohte man ihm im Wiederholungsfalle mit der Einweisung in ein Konzentrationslager. Nur durch die Vermittlung von Adolf Hildenbrandt konnte Becker die Badische Hochschule der bildenden Künste in Karlsruhe besuchen, wo er zu dieser Zeit wohnhaft war.

  • 1933 - 1937
  • Studierte er bei Hans Adolf Bühler und wurde sein Meisterschüler.

  • 1936
  • Erhielt Becker, noch während dem Studium an der Badischen Hochschule, seinen ersten größeren Auftrag: er gestaltete Wandbilder im Studentenhaus der Technischen Universität Karlsruhe. Seine Maltechnische Ausbildung erhielt er bei Siegfried Cerny.

  • seit 1937
  • Lebte Becker in Karlsruhe und verlor alle seine Werke durch die Zerstörung seines Ateliers in Karlsruhe, sowie seine Wohnung in Pforzheim durch den Angriff am Abend des 23. Februar 1945. Danach zog er nach Schwetzingen.

  • 1947
  • Trat er der  Künstlergruppe „Der Kreis“ in Karlsruhe bei, der auch Karl Hubbuch, Otto Laible , Willi Müller- Hufschmid und Adolf  Müller angehörten.

  • 1948
  • Hielt er sich längere Zeit bei seinem Bruder in Barcelona auf.

  • 1963 - 1968
  • Bernhard Karl Becker war Gründungsmitglied im Künstlerbund „Rhein-Neckar“. Er war mit  Restaurierungsarbeiten im Schwetzinger Schloss betraut und schuf Wandbilder für öffentliche Gebäude in Mannheim und Heidelberg, sowie der Arlinger Schule, der Kinderklinik und im Zollamt in Pforzheim.

  • 1979
  • An seinem 80-sten Geburtstag wurde er mit einer Ausstellung in Schwetzingen geehrt.

  • 1989
  • Anlässlich seines 90-sten Geburtstages wurde Bernhard Karl Becker mit einer retrospektiven Ausstellung im "Alten Pfarrhaus" des Museumsareals Pforzheim-Brötzingen gewürdigt.

  • 1991
  • Am 29. März verstarb Bernhard Karl Becker in Schwetzingen.

     

Literatur

  • Werner Weißbrodt, Das Portrait: Der Maler Bernhard Karl Becker, in: Blickpunkt Pforzheim, Hrsg.: Stadt Pforzheim (Kulturamt), 1979, S. 34 ff.

    Katalog Kunstverein Schwetzingen e.V. 1979, gedruckt mit Unterstützunge des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg,
    Gesamtherstellung:C.F. Müller, Großdruckerei und Verlag GmbH, Karlsruhe.

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Ausgewählte Arbeiten

Kopf, Öl,1950er Jahre Figur im Raumgefüge, Öl, 1950er Jahre Stilleben mit Schale Stadt Pforzheim, 23.Feb.1945, Öl,1954

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