Carl Ludwig Frommel

Carl Ludwig Frommel

* 29. April 1789 † 06. Februar 1863

Der herausragende Teil der Arbeit von Carl Ludwig Frommel sind Ansichten von Landschaften und Baudenkmälern in seiner Wahlheimat Baden von denen viele zum ersten Mal in populären bildlichen Darstellungen erschienen.

Bekannt waren seine romantischen Veduten von Griechenland oder Italien, die zu dieser Zeit Inbegriff bürgerlicher Sehnsüchte waren.

In Meyers Konversationslexikon von 1888 war über Frommels Werk zu lesen:
„Seine Landschaften sind gefühlvoll aufgefaßt, voll Anmut und zarten Duftes. (...) Seine Stiche zeichnen sich durch charakteristische Auffassung und kräftige und dabei gleichwohl zarte Ausführung aus. Die besten sind: Arricia bei Rom, Blick von der Villa d'Este aus Tivoli, eine Landschaft mit Ziegen und flötenden Hirten (nach Claude Lorrain), Ansicht des Vesuvs von den Elsässischen Feldern aus, Ansicht des Ätna von Taomina aus, sechs Originalradierungen: Landschaften mit Staffage.“ 

Vita

  • 1789
  • Carl Ludwig Frommel wurde am 29. April 1789 im Hundsrück auf Schloß Birkenfeld geboren. Er war das dritte Kind des Landbaumeisters und Architekten Wilhelm Frommel (1759–1837) und der Sophia Magdalena Schneider (1766–1804). 

  • 1805 - 1809
  • Seine künstlerische Ausbildung als Maler und Kupferstecher erhielt Frommel bei dem Hofkupferstecher Christian Haldewang und bei dem Pforzheimer Jacob Philipp Becker. Becker leitete als Hofmaler und Galeriedirektor seit 1786 auch die Zeichenakademie in Karlsruhe. 

  • 1809 - 1817
  • Studienreisen führten Frommel zunächst nach Paris und in die Schweiz. Ab 1812 ermöglichte ihm ein Stipendium des Badischen Großherzog Carl Friedrich einen fünfjährigen Studienaufenthalt in Italien.

  • 1818
  • Nach seiner Rückkehr nach Karlsruhe wurde er zum Professor an der Zeichenakademie und zum Mitglied des Vorstandes des neu gegründeten Badischen Kunstvereins ernannt.

  • 1819
  • Heirat mit Friederike Klose. Nach ihrem frühen Tod, war Frommel ein zweites Mal, mit der Straßburger Pfarrerstochter Henriette Gambs verheiratet.

  • 1824
  • Bei einem Besuch in London lernte Carl Ludwig Frommel die damals neue Technik des Stahlstichs kennen und gründete, wieder in Karlsruhe, das erste Atelier für Stahlstiche in Deutschland. Das innovative Reproduktionsverfahren erlaubte hohe Auflagen und war besonders für Buchillustrationen geeignet. 

  • 1830 - 1858
  • Nach dem Tod des früheren Hofmalers Carl Kuntz wurde Frommel zum Direktor der Großherzoglichen Gemäldegalerie in Karlsruhe ernannt. Dieses Amt, das er mit großem Engagement ausfüllte, hatte er 28 Jahre inne. Die Neuordnung der Bestände ordnete er ebenso an, wie der Neubau der Kunsthalle durch Heinrich Hübsch die in seine Amtszeit viel. Die zahlreichen administrativen und repräsentativen Pflichten hielten Frommel zunehmend von der eigenen künstlerischen Tätigkeit ab. 

  • 1863
  • Carl Ludwig Frommel verstarb am 6. Februar 1863 im Ispringer Pfarrhaus bei seinem Sohn Max. 

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Ausgewählte Arbeiten

Carl Ldwig Frommel, Schloss Salem, 1806 Carl Ludwig Frommel, Bei Karlsruhe, o. J. ,Radierung Carl Ludwig Frommel, Blick auf Landeck in Tirol, o. J. Carl Ludwig Frommel, Baden-Baden, Aquarell, 1844 Carl Ludwig Frommel, Ansicht aus Griechenland, Stahlstich,  1830

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