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Erwin Vetter

* 13. Juni 1900 † 19. September 1986

… "In seinen plastischen Arbeiten geht Erwin Vetter von der erlebbaren Erscheinungsform aus, er bleibt dabei fast ausschließlich im Bereich der menschlichen Formen. Rodin definierte die Plastik als die Kunst, Formen im Spiel von Licht und Schatten zu gestalten oder als die Kunst der Buckel und Löcher. Vetter sucht in seinem plastischen Schaffen nach den aus der Naturanschauung  gewonnenen tragenden Grundformen, die so organisch ineinander übergeleitet werden, dass ein ich sich geschlossenes Formkontinum entsteht, ein Ineinandergreifen von konvexen und konkaven Formen, die noch erkennbare Formen bleiben und gleichzeitig ein lebendiges Spiel von allseitig in den Raum greifenden Volumen bedeuten. 

Dabei weiß Vetter, jedem Material die ihm eigene Formbarkeit und Eigengesetzlichkeit zu wahren, sei es Holz, Bronze, Stein u.a. Die charakteristischen Formmerkmale des jeweiligen Naturvorbildes verdichtet oder steigert er im Sinne einer kubischen Gesamtwirksamkeit, die alles Einzelne diesem eigenem Rhythmus einzufügen vermag. 

Der Übergang vom plastischen Schaffen mit den dreidimensionalen Raumgegebenheiten, zu der auf zwei Dimensionen der Fläche reduzierten illusionistischen Raumdarstellung in der Malerei, war für Vetter ein nicht leicht zu vollziehender Prozeß.

In der Malerei werden Körperlichkeit und Raumtiefe durch die Stufungen des Helldunkel und die Farbmodulation zu einer neuen imaginativen Realität auf der Fläche. Wie in der Plastik, ging Vetter auch in der Malerei von der erscheinungsmäßigen Wirklichkeit aus und versuchte die Umsetzung der naturgegebenen Formen und Farben in die neue plane Wirklichkeit des Bildes.

Es ist im fortschreitenden Entwicklungsprozess der malerischen Bemühungen Vetters zu erkennen, wie er in Form und Farbe allmählich zur Verdichtung, ja zur Abstraktion vordringt und wie dieser Vorgang eine neue, subjektive Bildwirklichkeit heranreifen lässt"..…

Prof. Willy Huppert

Vita

  • 1900
  • Am 13. Juni 1900 geboren in Pforzheim - Weißenstein

    Nach der Schulzeit: Volontariat als Ziseleur und Graveur; gleichzeitig Besuch der Kunstgewerbeschule Pforzheim (bei den Professoren Joho, Müller-Salem; Riester, Wolber).

    Erwin Vetter wird mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.
    Prof. Fritz Wolber rät ihm Bildhauer zu werden. 

  • 1920
  • Studium an der Landeskunstschule Karlsruhe, Meisterschüler bei Prof. Schreyögg, erste Erfolge bei großen Kunstausstellungen, Badischer Landespreis.

    Ankauf einer Arbeit durch den Kultusminister des Landes.

  • 1924 - 1925
  • Tätigkeit als Graveur in einer lithografischen Anstalt in Buenos Aires.

  • 1925 - 1928
  • Fortsetzung des Studiums an der Kunstakademie Karlsruhe bei den Professoren Edzard und Voll.

    Ankäufe von privaten und öffentlichen Sammlungen und Stipendien.

  • 1928
  • als freischaffender Künstler im Atelier in Pforzheim Weißenstein.

  • 1931
  • Staats-Stipendium.

  • 1932
  • Staatspreis für Bildhauerei in Baden-Baden,

    Ankauf einer Bronze (Frauenbildnis) durch die Kunsthalle Karlsruhe,

    Studienreise nach Italien.

  • 1936
  • Bauplastik „St. Georg“, Buckenberg Kaserne, Pforzheim.

  • 1954
  • Nach schwerer Krankheit wendet sich Erwin Vetter der Malerei zu,
    Studienreisen nach Frankreich / Paris,

    Künstlerfreundschaft mit Artur Graf, Wilhelm Martin u.a.

  • 1986
  • Tod des Künstlers am 19.09.1986 in Pforzheim.

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Ausgewählte Arbeiten

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